Kleine Geschichte der spanischen Sprache

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Warum Spanisch lernen?

Spanisch wird von 414 Millionen Menschen auf der Welt in insgesamt 31 Ländern als Muttersprache, Amts- oder Verkehrssprache gesprochen und ist nach Chinesisch somit die zweithäufigste Sprache der Welt.

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In Spanien leben 47 Millionen Menschen, darunter 38 Millionen, die Spanisch als Muttersprache sprechen (alle anderen sprechen eine Regionalsprache wie z.B. Katalanisch oder Baskisch als Muttersprache und lernen erst in der Schule Spanisch). Die meisten Spanischsprecher leben in Mexiko (ca. 112 Millionen).

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Kennst du die folgenden fünf spanischsprachigen Länder?

1. Chile150.png

Uruguay
Mexiko
Chile
Kuba

2. Venezuela150.png

Venezuela
Spanien
Guatemala
Bolivien

3. DARS150.png

Peru
Argentinien
Demokratische Arabische Republik Sahara
Guatemala

4. Costa rica150.png

Kanarische Inseln
Costa Rica
Ecuador
Spanien

5. Guatemala150.png

Bolivien
Honduras
Kolumbien
Guatemala

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Insider-Wissen: Spanisch in jedem Winkel der Welt

Wusstest du, dass Spanisch auch in den USA von ca. 45 Millionen Menschen gesprochen wird? Deshalb hat es einen offiziellen Status in den Bundesstaaten Florida, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Darüber hinaus findet man das Spanische in einigen Gebieten auch als Minderheitensprache (nämlich in Marokko und auf den Philippinen) sowie als Pidgin- und Kreolsprache (z. B. das Palenquero in Kolumbien, Papiamentu auf den ABC-Inseln oder Chabacano auf den Philippinen).


Möchtest du also mit dieser großen spanischsprachigen Welt in Kontakt treten, dann macht es durchaus Sinn, Spanisch zu lernen. Egal ob für den nächsten Urlaub in Spanien oder als Zusatzqualifikation für das spätere Berufsleben (man denke beispielsweise an die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika ) – Spanisch mach Spaß!

Wie kommt es aber, dass so viele Menschen auf der Welt Spanisch sprechen? Und woher kommt diese Sprache eigentlich genau? In diesem Lernpfad findest du neben den Antworten auf diese Fragen auch viele weitere Informationen.

Das vorrömische Spanien und dessen Romanisierung

Vor der römischen Eroberung lebten natürlich schon andere Völker auf der Pyrenäenhalbinsel. Die damals größten ansässigen Volksgruppen waren:

  • die Lusitaner im Westen,
  • die Kelten im Norden und Zentrum,
  • die Tartesser und Turdetaner im Süden,
  • die Iberer im Südosten,
  • und die Basken im Nordosten (deren Sprache hat sich bis heute erhalten).

Außerdem gab es wohl schon um 800 v. Chr. phönizische Handelskolonien entlang der Südküste.


Die Sprachen dieser Völker haben ihre Spuren besonders in Ortsnamen hinterlassen. So gehen Städte, die heute beispielsweise auf –dún oder –dú enden (wie Navardún, Berdún oder Besalú) auf keltische Gründungen zurück. Damals endeten die Städtenamen auf –dunum, was im Keltischen ‚befestigter Ort’ bedeutet.

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Hispaniaciterioretulterior.png

Nach dem 2. Punischen Krieg (218-209 v. Chr.) eroberten die Römer im Laufe des zweiten und ersten Jahrhunderts vor Christus allmählich die Iberische Halbinsel. Die ersten römischen Provinzen namens Hispania Citerior und Hispania Ulterior verliefen entlang der Südost- und Südküste. Unter Kaiser Augustus, um ca. 27 v. Chr., war die gesamte Halbinseln schließlich in römischer Hand. Die ansässigen Völker waren nun Provinzeinwohner Roms und lernten Latein, da dessen Beherrschung als ehrenvoll galt.

Germanen und Araber

Ab dem 3. Jahrhundert bahnte sich jedoch langsam die Auflösung des Imperium Romanum an. Aufgrund der Hunneneinfälle im Osten Europas kam es zu weitläufigen Völkerwanderungen, in deren Rahmen germanische Völker auf die Iberische Halbinsel vordrangen. 409 überwanden Vandalen, Sueben und Alanen die Pyrenäen und ließen sich im Süden (Wandalen) und Westen (Sueben) der Halbinsel nieder. Ab 466 eroberten zudem Westgoten große Teile der Pyrenäenhalbinsel und gründeten dort ihr neues Reich mit der Hauptstadt Toledo.

Fortsetzung folgt!