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Literatur der Aufklärung

Aus Digitale Schule Bayern
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Geprägt ist die Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert durch die gesamteuropäische Bewegung des Rationalismus: "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." (Kant) Der Rationalismus versucht auf die Fragen nach dem Verhältnis von Mensch zu Gott, Mensch zu Mensch und mensch zur Gesellschaft (Staat) mit Hilfe der Vernunt (lat. ratio) eine Antwort zu finden. Aufgrund der neuen Erkenntnisse in den Naturwissenschaften und in Mathematik vermeint man, auch auf anderen Gebieten des Denkens und Dichtens, besonders aber in der Philosophie, durch kritische Vernunft zu allgemeingültigen Erkenntnissen zu kommen. So versucht man besonders auch, die christliche Glaubenslehre mit der Vernunft in Einklang zu bringen, sich zu emanzipieren von der Bevormundung der Kirchen.


Literarische Merkmale

Protestantische Gelehrte knüpfen als Dichter an klare antike Formen an, im Drama wird eine saubere Trennung von Tragischem und Komödiantischem vorgenommen, die burleske Figur des Harlekin (des Shakespearschen Hofnarren) wird von der Bühne verbannt. Die drei aristotelischen Einheiten von Handlung, Ort und Zeit werden streng eingehalten. Themen der Dramatik sind Themen der Aufklärung: Toleranz (Nathan der Weise), Humanität, Gerechtigkeit, Menschenwürde. Im Rokoko treten neckische Schäferspiele hinzu. Die Lyrik im Rokoko ist ebenfalls sehr verspielt, wenn auch inhaltlich oberflächlich (Schäferlyrik, Anakreontik), daneben Lehrgedichte mit moralisierenden Tendenzen. Im Epischen spielt die lehrhafte Fabel eine große Rolle. Es entstehen darüber hinaus erste belehrende Bücher für Kinder und Jugendliche.


Lyrik der Aufklärung


Dramen der Aufklärung


Fabeln

1. Theorie


2. Texte