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Sinneswahrnehmungen beschreiben

Aus Digitale Schule Bayern
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Sinneswahrnehmungen beschreiben

Damit sich der Leser gut in die Hauptperson hineinversetzen kann, solltest du all Sinne in deine Erzählung mit einbeziehen. Versetze dich in die Personen: rieche, schmecke, sehe, fühle, höre!

Löse eine Zeit oder einen Ort in kleine beobachtbare, fühlbare, riechbare Einzelheiten auf: Es ist Herbst. Besser als diese Information klingt: Bunte Blätter rascheln am Boden. Ein kühler Wind bläst mir ins Gesicht. Ich schlage den Kragen hoch.


Übung 1 Wer einen Höhepunkt gestaltet, sollte seine fünf Sinne beisammen haben.

Befrage also deine fünf Sinne, bevor du ein Erlebnis niederschreibst: Augen/sehen - Ohren/hören - Nasen/riechen - Zunge/schmecken - Haut/fühlen, tasten.

Auf welche Sinne kommt es hier an?

Thomas beschreibt im Höhepunkt eines Aufsatzes, wie er im Schulhaus Schweizer Kracher explodieren lässt.

(sehen) (riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)

Sabine beschreibt im Höhepunkt eines Aufsatzes, wie sie bei einem Blinde-Kuh-Spiel mit verbundenen Augen einen Mitspieler zu fangen versucht.

(!sehen) (!riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)

Michael beschreibt, wie er mit seinen Freunden in einem Feuer Kartoffeln brät. Auf welche Sinne kommt es diesmal an?

(sehen) (riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)

Linde beschreibt, wie sie zum erstenmal in ihrem Leben Achterbahn fährt.

(sehen) (!riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)

Sebastian beschreibt, wie er mit seinen Freunden im Schwimmbad vom Dreimeter-Brett springt.

(sehen) (riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)

Nils beschreibt, wie er mit seiner Mannschaft beim Fußballspiel gewinnt.

(sehen) (!riechen) (!schmecken) (hören) (fühlen)


Übung 2 Sinneswahrnehmungen zuordnen

In seiner Erzählung beschreibt Patrick, dass er mit seinen Freunden ein Wochenende auf dem Bauernhof seiner Großmutter verbringt. Für ihn beginnt der Höhepunkt seiner Erzählung mit dem Einlegen der Kartoffeln in das Feuer.

Erzaehlung Aufhaenger.jpg
„Die Flamme brannte nun nicht mehr so hoch, aber noch immer wirbelte der Rauch unzählige Funken in die Höhe. Über dem Boden hatte sich viel Glut gebildet und es war Zeit, die Kartoffeln in die heiße Asche zu graben. Vorsichtig schob ich mit einem Stück Holz eine Kartoffel nach der anderen hinein. Meine Hände wurden ganz heiß von der Gluthitze, die mir entgegenstrahlte. Manchmal drehte sich der Wind ein wenig, dann schlug uns beißender Rauch ins Gesicht. Dabei mussten wir entsetzlich husten, und die Augen tränten. Sonst aber fühlten wir uns richtig wohl, und es machte uns Spaß, dem Knistern des Feuers zuzuhören. Nach einer halben Stunde scharrten wir die ersten Kartoffeln aus der Asche. Manche waren schwarz und verkohlt. Bei den anderen entfernten wir die harte Kruste. Wir verbrannten uns dabei ziemlich die Finger, aber dann aßen wir köstliche Kartoffeln. Sie schmeckten mehlig, aber würzig und vergingen fast auf der Zunge."


Ordne nun die im Text hervorgehobenen Begriffe den einzelnen Sinneswahrnehmungen zu.

Sehen Flamme Rauch Funken schwarz und verkohlt
Riechen beißender Rauch
Fühlen heiße Asche heiß Gluthitze verbrannten uns (...) die Finger
Schmecken köstliche Kartoffeln mehlig würzig
Hören Knistern des Feuers