Merkmale eines Lexikonartikels

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Lernpfad: Materialgestütztes Verfassen eines informierenden Textes

Einführung - Aufgabenstellung - Vorgehen - Merkmale eines Lexikonartikels - Merkmale eines Vortrags- oder Redemanuskripts - Übungen


Lexikonartikel

Ein Lexikon (griech. λεξικόν, lexikon – Wörterbuch) ist ein meist alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk.

Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm

Artikel von Lexika weisen in der Regel folgende Merkmale auf:

  • Lexikonartikel sind verständlich, nachvollziehbar und präzise im Sachstil formuliert (knapp, sachlich, distanziert, gehobener Sprachstil!).

  • Lexikonartikel werden in einem deskriptiven (beschreibenden) bzw. explikativen (erklärenden) Sprachduktus verfasst.

  • Je nach Adressatenkreis sollen und müssen fachsprachliche Wendungen benutzt werden, von denen zu erwarten ist, dass sie der Leser kennt. Fachbegriffe, deren Kenntnis nicht erwartet werden kann, sind zu erklären, damit das Wissen des Lesers Schritt für Schritt wächst.

  • Zitate sind nach den Regeln des wissenschaftlichen Zitierens als solche zu kennzeichnen.

  • Um dem Leser den Überblick zu erleichtern, können Schlüsselbegriffe hervorgehoben werden. Bei längeren Lexikonartikeln formuliert oft der erste Satz eines Absatzes zusammenfassend, was der Absatz thematisiert. Häufig enthalten Lexikonartikel Zwischenüberschriften, damit der Leser sich orientieren kann.

  • Möglicher Aufbau eines Lexikonartikels:

  1. Zuordnung des Begriffs zu einer Sprachebene

  2. Bestimmung der Herkunft des Begriffs

  3. Klärung der Bedeutung des Begriffs auf folgende Weise:

Zuordnung des Begriffs zu einem größeren Bereich / der nächsthöheren Gattung
Nennung genauerer Merkmale, die den Begriff von übrigen der Gattung unterscheiden
Aufzählung von Beispielen, die die Verwendung des Begriffs deutlich machen

Wenn Lexikonartikel in Schulaufgaben oder im Abitur zu verfassen sind, gibt oft die Aufgabenstellung bereits eine Grobgliederung vor, die aber noch im Detail ausgestaltet werden muss.

Anmerkung: Bei vielen Lexikonartikeln, die sich auf Literaturepochen beziehen, ist es notwendig, auf den gesellschaftsgeschichtlichen und politischen Hintergrund der Literatur einzugehen!



konzipiert von Regina Bürger
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