Die Piraten - Texterschließung Sachtexte

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Hallo liebe Schüler!

In der heutigen Stunde sollt ihr euch mit dem Thema Piraten auseinandersetzen. Folgt dazu einfach den Arbeitsanweisungen!

Viel Spaß beim Bearbeiten und gutes Gelingen!


Inhaltsverzeichnis

Erschließen von Sachtexten

In dieser Stunde sollt ihr euch mit Sachtexten zum Thema Piraten auseinandersetzen. In diesem Schaukasten könnt ihr nachlesen, was ihr generell bei der Arbeit mit Sachtexten beachten müsst.


5-Schritt-Lesetechnik
  1. Verschaffe dir einen groben Überblick. Überfliege dazu den Text, indem du nur die Zwischenüberschriften oder Anfänge von Absätzen liest.
  2. Versuche jetzt grob das Thema und die Kernaussage des Textes zu formulieren.
  3. Lies nun den Text sorgfältig durch und kläre die Bedeutung von Wörtern, die dir unbekannt sind (z.B. durch das Internet oder durch Lexika).
  4. Falls der Text nicht schon Zwischenüberschriften für die einzelnen Absätze enthält, versuche selbst welche zu formulieren.
  5. Fasse zum Schluss den ganzen Text mit eigenen Worten kurz zusammen.


Piraten damals

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Aufgabe 1

Beschreibe das nebenstehende Bild des Piraten! Wie sieht er aus? Was trägt er bei sich? Vergleiche ihn mit deiner eigenen Vorstellung von einem Piraten! Halte deine Ergebnisse auf deiner Wiki-Seite fest.

Aufgabe 2

Lies dir den Text über Piraten und Freibeuter durch und beantworte die unten stehenden Fragen!

Piraten und Freibeuter

Piraten trieben zu allen Zeiten auf allen Meeren ihr Unwesen. Schon in der Antike gab es Seeräuber. Die alten Griechen nannten sie „Peirates". Daraus entstand unser Wort „Piraten". Das Bild des Seeräubers als verwegener, raubeiniger Abenteurer mit Augenklappe, Holzprothese und wildem Bart ist mehr Dichtung als Wahrheit!

Piraten lebten keineswegs in Saus und Braus. Das Leben an Bord war harte Arbeit. Die Mannschaft musste sich strengen Regeln unterwerfen, das Essen war schlecht und überall an Bord war es schmutzig. Als "Schrecken der Meere" wurden die Piraten von der Gesellschaft gefürchtet, verfolgt und geächtet. Es gab allerdings auch Piraten, die überfielen Schiffe, plünderten und töteten im Auftrag ihres Königs oder ihrer Königin. Diese "Freibeuter" erhielten durch einen "Kaperbrief" ihres Herrschers die Erlaubnis zum Überfall auf feindliche Handelsschiffe und teilen ihre Beute mit dem König. Dafür standen sie unter dem besonderen Schutz ihres Herrschers. Der berühmte Freibeuter Francis Drake wurde von Königin Elisabeth von England für seine Taten sogar zum Ritter geschlagen und dürfte sich "Sir" Francis Drake nennen.

Anne Bonny

„Es tut mir leid, dich in dieser Situation zu sehen, aber wenn du wie ein Mann gekämpft hättest, müsstest du jetzt nicht sterben wie ein Hund."

Diesen Satz sagt Anne Bonny zu ihrem ehemals Geliebten, dem großen Piraten Calico Jack Rackham, kurz bevor dieser gehängt wird. Sie selbst hat ihr Leben lang gekämpft wie ein Mann und den atlantischen Ozean in Angst und Schrecken versetzt.

Geboren wird Anne Bonny ungefähr im Jahr 1690 in Irland. Ihre Eltern gehen dann mit ihr nach Nord-Amerika. Schon als kleines Kind zieht ihr der Vater Hosen an, damit sie aussieht wie ein Junge. Später verkleidet sie sich freiwillig als Mann, weil sie Pirat sein will und Frauen an Bord nicht gern gesehen werden. Ihren letzten Kampf besteht sie nur zusammen mit der ebenfalls als Pirat verkleideten Mary Read gegen die Besatzung eines Kriegsschiffs. Calico Jack liegt währenddessen mit seinen Kumpanen besoffen unter Deck. Die Piraten werden geschnappt und zum Tode verurteilt. Nur Anne und Mary werden begnadigt, weil sie angeblich schwanger sind.


Sir Francis Drake
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Ohne Sir Francis Drake gäbe es heute vielleicht keine Pommes - er war es, der die erste Kartoffelpflanze aus Amerika nach Europa brachte. Dabei hat er einmal ganz klein angefangen: als Matrose.

Doch bald war er ein gefürchteter Pirat: Er und seine Kollegen überfielen spanische Schiffe, die mit Schätzen aus Amerika kamen. Als er 1577 zu einer großen Entdeckungsreise startete, wusste er noch nicht, dass er der erste englische Weltumsegler werden sollte und der erste Mensch, der lebendig von einer Weltumsegelung zurückkommt. Fast drei Jahre dauerte die Fahrt.

Anschließend schlug die englische Königin Elisabeth I. den Piraten zum Ritter: Von nun an hieß er Sir Francis Drake und kämpfte im Auftrag Englands gegen die spanische Flotte - deshalb nennt man ihn auch den „Pirat der Königin".


Schwarzbart
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Einer der berüchtigtsten Piraten war der Engländer „Blackbeard", zu Deutsch „Schwarzbart". Sein richtiger Name war eigentlich Edward Teach und geboren wurde er 1680 in Bristol. Als junger Mann hat er als einfacher Matrose auf englischen Militärschiffen gearbeitet. Mit diesen Militärschiffen war er dann in der Karibik unterwegs, wo sie während eines Krieges für England feindliche Schiffe plünderten. Dabei hat Schwarzbart gelernt, wie man andere Schiffe ausraubt.

Eines Tages hatte Schwarzbart dann keine Lust mehr, für das englische Militär zu arbeiten und heuerte auf einem richtigen Piratenschiff an. Es war ein jamaikanisches Piratenschiff unter dem Befehl des Piraten Benjamin Hornigold. Kurze Zeit später gelang es diesen Piraten dann ein berühmtes französisches Handelsschiff, die „Concorde" zu kapern. Zur Belohnung wurde Schwarzbart zum Kapitän des erbeuteten Schiffes ernannt, und er nannte es um in „Queen Annes Revenge".

Von da an machte Blackbeard einen Beutezug nach dem anderen! Das Besondere an Blackbeard war, dass er bei seinen Beutezügen immer besonders grausam aussah: Er hatte nämlich immer mehrere Messer und Pistolen an seinem Körper hängen, und band sich an die Enden seines langen, schwarzen Bartes brennende Lunten, die glühten und rauchten! Blackbeard muss dabei wirklich ausgesehen haben, wie der Teufel persönlich, so dass sich die Leute auf den überfallenen Schiffen oft von selbst ergaben.

Ein paar Jahre ging für Blackbeard alles glatt, aber dann wurde er von dem Kapitän Robert Maynard gefangen und getötet. Blackbeard wurde erstochen und erschossen und am Ende wurde sein Kopf vom Körper abgetrennt und vorne am Schiff aufgehängt – zur Warnung an alle anderen Piraten.


Klaus Störtebeker
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Der Kopf von Klaus Störtebeker wurde auf einen Pfahl genagelt und auf einem Deich an der Hamburger Elbe zur Schau gestellt. Zusammen mit den 70 Köpfen seiner Kumpane. Bis dahin war Klaus Störtebeker einer der gefürchtetsten Piraten in der Nord- und Ostsee gewesen. Wann immer ihm danach war, hat er die Schiffe der Kaufleute oder andere prall mit Waren gefüllte Schiffe überfallen.

Aber ein paar Jahre vorher wurden Störtebeker und seine Männer auch mal sehr gefeiert. Zum Beispiel in der Stadt Stockholm. Vitalienbrüder haben die Stockholmer die Piraten um Störtebeker genannt, weil sie Viktualien, also Lebensmittel, in die belagerte Stadt gebracht haben.

Im 14. Jahrhundert hatten viele Männer mit Schiffen ganz offiziell Kaperbriefe ausgestellt bekommen: eine Erlaubnis, Schiffe zu überfallen und auszuräubern - zu kapern eben. Natürlich nur die von den Feinden. Weil Klaus Störtebeker und seine Leute aber immer noch weitergemacht haben mit dem Kapern, waren sie dann nicht länger Freibeuter, sondern wurden zu gewöhnlichen Piraten. Und die wurden immer, wenn man sie fassen konnte einen Kopf kürzer gemacht. Störtebekers letzter Wunsch ist ganz berühmt: Jeder seiner Männer, an dem er ohne Kopf noch vorbeilaufen kann, sollte verschont werden. Angeblich lief er kopflos noch an 11 Männern vorbei. Da wurde es dem Henker zu bunt und er stellte ihm ein Bein. Das war am 21. Oktober 1401.


Julia Autolny, Veronika Baum, Anja Mösing, Barbara Weiß, Silke Wolfrum, in: BR-online, Kinder/Wissen,Quelle: Piraten und Freibeuter


Frage 1:

Was ist ein Karperbrief?

(!Ein Brief, der die Freilassung eines Piraten besagt) (Die Erlaubnis des Herrschers zum Überfall auf feindliche Handelsschiffe) (!Ein Schreiben an den Kapitän) (!Eine Art Inventarliste, welche Dinge sich auf dem Schiff befinden mussten)


Frage 2:

Welcher dieser Piraten umsegelte als erster Engländer die Welt?

(!Anne Bonny) (Sir Francis Drake) (!Blackbeard) (!Jack Sparrow)


Frage 3:

Warum verkleideten sich Frauen, die Pirat werden wollten, als Männer?

(!Weil männliche Piraten mehr Macht hatten) (Weil Frauen an Bord nicht erwünscht waren) (!Weil es nur für Männer Piratenkleidung gab) (!Weil sie dann keine Angst vor den männlichen Piraten haben mussten)


Frage 4:

In welchen Gewässern trieb der Pirat Klaus Störtebeker sein Unwesen?

(!Im Mittelmeer) (In Nord- und Ostsee) (!Im Indischen Ozean) (!Im Schwarzen Meer)


Frage 5:

Wie sah das Leben eines Piraten normalerweise aus?

(!Die Piraten lebten im Reichtum) (Die Piraten mussten hart arbeiten und hatten wenig zu essen) (!Jeden Abend gab es ein festliches Mahl auf dem Schiff) (!Die Piraten wurden von allen Menschen geachtet und meist reichlich beschenkt)



Piraten heute

Aufgabe 1

Öffne den Link und schaue dir den folgenden Film an! Welche Informationen erhältst du? Schreibe sie stichpunktartig auf!

Einführender Film (Dauer 1:05 min.): "SOMALIA: Organisierte Verbrechen auf hoher See" in der ZDFmediathek

Aufgabe 2

Suche dir aus den folgenden Internet-Links die für dich Interessantesten heraus. Lies dir mindestens zwei Texte durch!

Abschließende Gruppenarbeit

Teilt die Klasse in 5 ungefähr gleich große Gruppen ein! Jede Gruppe bearbeitet die ihr zugewiesene Aufgabe (Zeit: maximal 8 Minuten)!

Haltet die Ergebnisse der Gruppenarbeit auf euerer Wiki-Seite fest und stellt sie dann der Klasse vor!

Gruppe 1: Charakterisiere einen Piraten von damals!

Gruppe 2: Im Text über Piraten und Freibeuter damals bekommt ihr Informationen über berühmte Piraten der Geschichte. Fasst den Abschnitt über Klaus Störtebeker so zusammen, dass eure Mitschüler einen kurzen Einblick in sein Leben bekommen.

Gruppe 3: In welchem Kontext wird heute der Piratenstoff verarbeitet? Versucht bei www.google.de Informationen zu Filmen oder Büchern über Piraten zu erhalten.

Gruppe 4: Im Text über Piraten und Freibeuter damals bekommst du Informationen über berühmte Piraten der Geschichte. Fasst den Abschnitt zu Schwarzbart so zusammen, dass eure Mitschüler einen kurzen Einblick in sein Leben bekommen.

Gruppe 5: Fertige eine Tabelle an, in der die Piraterie damals und heute gegenübergestellt wird!



Diese Seite wurde konzipiert von Fr. Wetter, Fr. Weber, Fr. Wolf im Rahmen eines Deutschseminars an der Universität Augsburg im WS 09/10.