Berichten für die Öffentlichkeit

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Lebensgefahr in der Gartenstraße In der Überschrift wird der Kern des Geschehens deutlich. Sie ist sachlich formuliert, weckt aber dennoch das Interesse des Lesers.


Gleich mehrfach, nämlich durch das Abbrechen eines morschen Astes und durch Hühner, die ihn zu fressen drohten, geriet Rudi A. am Freitag, dem 14. September 2011, in Apfelhausen in der Gartenstraße in Lebensgefahr. Der Vorspann eines Berichts, also sein erster Teil, beantwortet mindestens die wesentlichen W-Fragen beantworten (Was ist passiert? Wer ist beteiligt? Wo? Wann?).


Rudi A., ein in Apfelhausen ansässiger Apfelwickler, besuchte am Freitag, dem 14. September 2011, morgens eine Bekannte, Wurmine von A., an deren Wohnort. Frau von A. bewohnte einen Apfel des Baumbestandes in der Gartenstraße in Apfelhausen. Kurz nach dem Eintreffen des Apfelwicklers brach das Stück des Astes ab, auf dem er sich befand, so dass Rudi A. abstürzte. Frau von A. hielt sich zu dieser Zeit in ihrem Apfel auf und geriet selbst nicht in Gefahr. Rudi A. konnte sich retten, indem er geistesgegenwärtig den Regenschirm, den er bei sich trug, aufspannte und so seinen Fall verlangsamte. Unter dem Apfelbaum hielten sich zwei Hühner, Hajo H. und Hilda H., auf, die das Geschehen beobachteten. Wie mehrere Zeugen laut Polizei übereinstimmend berichteten, äußerten sie die Absicht, Rudi A. nach seiner Landung zu fressen. Ein Windstoß allerdings rettete Rudi A. vor dieser Gefahr und trug ihn unverletzt zu einem Zweig, den Hajo H. und Hilda H. nicht erreichen konnten. Die Polizei, die von Passanten gerufen worden war, ermahnte die beiden Hühner. Untersucht wird, ob das Gartenbauamt der Stadt Apfelhausen seiner Pflicht zur Kontrolle der Apfelbaumbestände nachgegangen war. Aus Sicherheitsgründen musste Wurmine von A. den bislang von ihr bewohnten Apfel räumen. Das Gartenbauamt konnte ein weiteres Abbrechen des Astes, der sich bei näherer Untersuchung als morsch erwies, nicht ausschließen. Der Sachschaden beschränkt sich auf den Wert des von Wurmine von A. bewohnten Apfels und ist auf etwa 25 Cent zu beziffern. Der eigentliche Bericht setzt noch einmal ganz neu an und gibt das Geschehen in der richtigen zeitlichen Reihenfolge wieder. Dabei geht er auf alle W-Fragen ein: Was? Wer? Wo? Wann? Wie? Warum? Welche Folgen? Welche Quelle?



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Merke

Ein Bericht soll in knapper Form möglichst umfassend über ein Ereignis informieren. Deshalb enthält er im Allgemeinen keine wörtliche Rede und ist genau, treffend und verständlich formuliert. Das Geschehen wird im Präteritum oder, wenn es noch weiter in der Vergangenheit liegt, im Plusquamperfekt wiedergegeben. Die Angaben, die der Bericht macht, sind sehr genau, so wird zum Beispiel auf den Wochentag und das genaue Datum eingegangen.
Wenn bekannte Personen (zum Beispiel der Bürgermeister) wichtig für das Geschehen sind, werden sie namentlich benannt. Anders ist es bei Personen, die nicht allgemein bekannt ist: Hier musst du sorgfältig überlegen, ob es der Person unangenehm sein könnte, wenn sie namentlich bekannt wird. Eine Richtschnur: Bei Zeitungsberichten werden eher keine Namen genannt. Bei Berichten für den Jahresbericht einer Schule dagegen, ist der Name eines Lehrers, der mit deiner Klasse eine Lesenacht durchgeführt hat, für den Leser durchaus interessant.



Regina Bürger


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